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„Stop the Clock“ – Auch bei einer ESG-Pause handeln die Vorreiter weiter.

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Auch wenn der regulatorische Druck etwas nachgelassen hat, bleiben die Erwartungen an Unternehmen hoch. Gerade jetzt können Betriebe freiwillig zeigen, dass Nachhaltigkeit für sie tatsächlich Priorität hat.

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Wie wir Sie bereits informiert haben, hat die Europäische Kommission das Gesetzgebungspaket „Omnibus“ vorbereitet, das ein wichtiges Signal aus Brüssel für die Vereinfachung und Entlastung der ESG-Berichterstattung darstellt – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.

 

Am 16. April 2025 wurde im Amtsblatt der EU die sogenannte „Stop-the-Clock“-Richtlinie offiziell veröffentlicht – der erste verabschiedete Teil des „Omnibus“-Pakets. Trotz der Aufschiebung bestimmter Pflichten ist es für Unternehmen wichtig, aufmerksam zu bleiben und freiwillige Nachhaltigkeitsinitiativen zu erwägen – sie können einen klaren Wettbewerbsvorteil schaffen.

 

Was bringt die neue „Omnibus“-Richtlinie konkret?

 

Unternehmen, die ursprünglich im Rahmen der zweiten Welle im Jahr 2026 über das Geschäftsjahr 2025 berichten sollten, erhalten eine zweijährige Fristverlängerung. Der erste Nachhaltigkeitsbericht muss nun im Jahr 2028 für das Geschäftsjahr 2027 veröffentlicht werden.

 

Die Frist zur Umsetzung und ersten Anwendung der Richtlinie über die unternehmerische Sorgfaltspflicht in Bezug auf Nachhaltigkeit (CSDDD) für besonders große Unternehmen wird um ein Jahr verschoben.

 

Freiwillige Berichterstattung als strategische Investition

 

Auch wenn die Europäische Union mit der „Stop the Clock“-Richtlinie den Anwendungsbereich der ESG-Berichtspflicht vorübergehend eingeschränkt hat, ist das Thema Nachhaltigkeit keineswegs verschwunden – im Gegenteil, seine Relevanz wächst stetig. Für Unternehmen, die derzeit nicht unter die Pflicht zur Berichterstattung fallen, ist dies eine wertvolle Gelegenheit, sich freiwillig zu engagieren und verantwortungsvolles Handeln zu demonstrieren – lange bevor es zur regulatorischen Anforderung wird.

 

Eine freiwillige Berichterstattung nach dem VSME-Standard für KMU kann ein wirksames Mittel sein, um das Vertrauen von Kunden, Geschäftspartnern und Investoren zu stärken. Viele Unternehmen setzen bereits Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Energieeinsparung, Verbesserung der Arbeitsbedingungen oder Innovation um – sie handeln nachhaltig, ohne dies systematisch zu kommunizieren. Eine strukturierte Darstellung dieser Aktivitäten kann die Marktposition festigen und einen Vorteil bei Ausschreibungen oder Partnerschaften verschaffen.

 

Darüber hinaus ist ein VSME-Bericht auch ein praktisches Werkzeug: Er enthält Antworten auf häufige Fragen, die KMU zunehmend von großen Geschäftspartnern erhalten, welche Daten für ihre eigenen CSRD-/ESRS-Berichte sammeln. Statt mehrfacher Excel-Listen und verstreuter Informationen aus verschiedenen Abteilungen liegt alles übersichtlich an einem Ort vor. Gute Vorbereitung spart am Ende Zeit, reduziert Stress und erhöht die interne Effizienz.

 

Ein strukturierter ESG-Prozess mit klaren Zielen und strategischer Ausrichtung hilft zudem bei der Planung, stärkt die Unternehmenskultur und steigert die Attraktivität für qualifizierte Fachkräfte, die Wert auf sinnstiftende Arbeit legen. ESG wird so nicht nur zum Bericht, sondern zum Instrument der Weiterentwicklung im Unternehmen.

 

Freiwillige Berichterstattung ist daher nicht nur Kostenfaktor, sondern auch eine Investition – in Glaubwürdigkeit, Reputation und Wettbewerbsfähigkeit. Und vor allem: eine Investition, die sich langfristig wirklich auszahlt.

 

Bei LeitnerLeitner unterstützen wir Sie gerne im gesamten Prozess – von der Einführung interner Prozesse, über die Datenerhebung, bis hin zur Erstellung eines aussagekräftigen VSME-Berichts.Ein freiwilliger ESG-Report kann Ihr starkes Signal an den Markt sein – wir begleiten Sie gerne auf diesem Weg.

Die LeitnerLeitner Gruppe ist eines der führenden Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüferunternehmen in der CEE / SEE-Region. Mit LeitnerLeitner können Sie auf 735 Experten zählen. LeitneLeitner ist Mitglied von Taxand und Praxity, damit wir unseren Mandanten auf der ganzen Welt den besten Service bieten können.

In der Slowakei ist LeitnerLeitner als Beratungsunternehmen schon seit mehr als 25 Jahren vertreten, langjährig mit dem starken deutschsprachigen Team. Das Unternehmen wird von Anna Fábryová, Roman Ponc, Peter Szabó, Martin Jakubec und Miroslava Vojteková geleitet. Wir bieten Lösungen in den Bereichen Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Finanzwesen, Buchhaltung und Lohnbuchhaltung an. Zusammen mit einem 50-köpfigen Team beraten wir kleine und mittlere Unternehmen, Familienunternehmen, nationale und internationale Konzerne, Privatpersonen, aber auch Start-ups.

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